Die Karl Halle Gesellschaft Hagen e.V. stellt sich vor...

Die Geschichte

Karl Halle…

Immer sind es Kleinigkeiten, die eine Lawine auslösen. Auch der erste Schritt, der zur Karl Halle-Gesellschaft Hagen e. V. führt, macht zunächst einen eher unspektakulären Eindruck. 

Im Jahr 2005 regt der Förderverein des Ricarda-Huch-Gymnasium Hagen -namentlich Herr Udo Schlaak- ein Schulkonzert mit Werken von Hagener Künstlern an, die aus dem Licht der Öffentlichkeit etwas in den Schatten geraten sind. Seine Wahl fällt auf Karl Halle. Die Lawine ist ausgelöst. Was anfangs wegen des nur spärlich vorliegenden Notenmaterials ausschließlich als kleines Klavierkonzert angedacht ist, wächst während der Recherchen und Vorbereitung zu einer wahren Großveranstaltung. Was ist geschehen?

Nach dem Motto: „Ich kenne jemanden, der kann..“ wächst der Kreis der Personen, die mit Rat und Tat dem Förderverein zur Seite stehen und schon im Vorfeld das Thema Karl Halle mit Begeisterung zu belegen verstehen. Dann ist der große Tag gekommen. Am 24. März 2006 findet der vielbeachtete Karl Halle-Abend in der Aula des Ricarda-Huch-Gymnasiums statt. Einführend findet eine Moderation durch einen anerkannt kompetenten Autoren und Fachmann statt. Kein Geringerer als Hubertus Heiser, bekannt als Hagener Kulturredakteur, lässt es sich nicht nehmen, fundiert und interessant das Leben und Wirken Karl Halles vorzustellen. Umrahmt von einer Media-Show, die Bilder von Karl Halle und Ansichten der Stadt Hagen zu dessen Zeit zeigt, wird die musikalische Vielfalt des Hagener Komponisten, Musikers und Dirigenten exzellent und kurzweilig präsentiert. Der Hagener Pianist Jochen Kötter spielt im ersten Teil des Konzertes einen Querschnitt durch die romantischen Klavierstücke Karl Halles und meistert bravourös die hohe musikalische Herausforderung der Notationen. Dann führt das Hagener Kammerorchester unter dem Dirigat von Fritz-Werner Körfer das Streichquartett op.5 auf.

Gekrönt aber wird der Abend durch eine szenarische Darstellung der Erhebung Karl Halles in den Adelsstand durch Königin Victoria im Jahre 1887. Mitwirkend der ehemalige Intendant des Theater Hagen Peter Pietzsch, während die Orgel in der Aula ein Stück von Händel erklingen lässt -ganz nach der Sitte am englischen Königshof. 

Zu den Gästen zählt auch der derzeitige Oberbürgermeister der Stadt Hagen, Herr Peter Demnitz. In einem Dankesschreiben an die Verantwortlichen des Konzertes regt er die Gründung einer Gesellschaft an, um Karl Halle nun dauerhaft im Hagener Kulturleben zu etablieren. Am 09. August 2006 findet darauf hin im Hause Udo Schlaak ein Treffen mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern statt, die Karl Halle-Gesellschaft Hagen wird gegründet und gibt sich eine Satzung. Um möglichst schnell die Arbeit aufnehmen zu können, findet die KHG vorerst eine Heimat im Hagener Kulturring e. V. und schon am 27. Januar 2007 läßt der Hamburger Pianist Detlef Saßmannshausen in der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen die Musik Karl Halles erklingen. Das Jahr 2008 wird dann für die KHG richtig spannend.

Ein Denkmal entsteht!

Was ursprünglich als Idee für die ferne Zukunft gedacht ist, wird durch eine beispiellose Aktion des Lions-Club Hagen-Harkort und den Hagenring e.V. in kürzester Zeit realisiert. Der Verkauf von Patenaktien sichert die Erstellung der vom Hagener Künstler Uwe Will geschaffenen Bronzestatue. Sie wird am 27. August 2008 nach einem Festakt in der Johanniskirche von Oberbürgermeister Peter Demnitz feierlich enthüllt. Karl Halle hat aus der Nähe des ehemaligen Standortes seines Geburtshauses den Kirchplatz fest im Blick. Der Urenkel des Hagener Musikgenies, Martin Halle, und dessen Ehefrau reisen extra aus Südafrika an und nehmen auf Einladung der KHG mit ihrem in London lebenden Sohn Richard an der Feierlichkeit teil. Der kleine Sohn von Richard heißt übrigens Charles… 

Zudem wird die KHG, die seit Juni 2008 ein selbstständiger eingetragener Verein ist, als jüngster kultureller Verein Hagens zur 200-Jahrfeier der ältesten Kulturgesellschaft Hagens eingeladen- nämlich von der Gesellschaft Concordia. Dort erhält die KHG die Gelegenheit, durch ihren Pianisten Michael Zieschang den zahlreichen Gästen einige Klavierstücke Karl Halles näher zu bringen. Dieses ereignisreiche Jahr abzurunden veranstaltet die KHG am 14. November 2008 einen Klavierabend in der SIHK. Michael Zieschang -ein hervorragender Interpret der Halleschen Klavierstücke- spielt neben Stücken des Hagener Künstlers auch Werke dessen musikalischer Zeitgenossen. Nun ist die Karl Halle-Gesellschaft in 2009 angekommen und geht ein nächstes Ziel an. Ein jährlich wiederkehrendes Konzert zum Geburtstag Karl Halles soll eine feste Verankerung im Veranstaltungskalender der Stadt Hagen finden. Karl Halle ist am 11. April 1819 in Hagen geboren und würde somit dieses Jahr seinen 190. Geburtstag erleben (siehe hierzu Termine & Konzerte).

Die KHG würde sich sehr freuen, Kontakt mit Personen aufzunehmen, die mit Kenntnissen über Karl Halle der Gesellschaft bei ihrer weiteren Entwicklung behilflich sein oder ihrerseits informiert werden möchten.

 

Stefan Rewig

Vorstand

Karl Halle-Gesellschaft Hagen e. V.